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Fußreflexzonenmassage


Fußreflexzonenmassage nach Hanne Marquardt

Die Reflexzonentherapie am Fuß ist eine Behandlungsform, die sich im Laufe von vielen Jahren aus altem Volkswissen zu einer exakt ausgearbeiteten Therapie entwickelt hat. Sie hat zwar ihren Ausgangspunkt am Fuß, bewirkt jedoch mehr als eine übliche Fußmassage.

Durch die Fußreflexzonenmassage wird gesamthaft eine Verbesserung gestörter Organ- und Gewebefunktionen des Menschen erreicht. Sie gehört in den Bereich der Komplementärmedizin, die die Selbstheilungskräfte des Menschen fördert und nicht einseitig seine Symptome und Krankheiten bekämpft.

Sie kann als eigenständige Behandlung oder in Kombination mit anderen Methoden angewendet werden.


Die Behandlung der Fußreflexzonen

Die Fußreflexzonenmassage arbeitet mit bestimmten Druckgriffen. Diese Griffe werden an bestimmten Reflexpunkten am Fuß ansetzt. Der Körper zeigt über eventuelles Schmerzempfinden oder über verhärtete Zonen, wo sich Störungen befinden. Die Griffe sind immer gleich stark – jedoch werden die Berührungen verschieden wahrgenommen, es ergibt sich daraus eine Vergleichsmöglichkeit zwischen dem gesunden Gewebe und einer gestörten Reflexzone.

Durch eine Behandlung werden Verspannungen und Blockierungen gelöst. Die Durchblutung und das Lymphsystem werden angeregt, Giftstoffe und Ablagerungen abtransportiert. Die körpereigene Abwehr wird gestärkt.

Nach den Behandlungen kann es zu Reaktionen in nahezu allen Körpersystemen kommen: Haut und Schleimhäute, Harnwege und Verdauung sowie der Gemütsebene, beim Schlaf und der Traumtätigkeit.


Wirkungen der Fußreflexzonenmassage

  • Entspannung des vegetativen Nervensystems
  • Auflösung von Verspannungen und Blockaden
  • Entschlackung und Entgiftung des Körpers
  • Verbesserung der Durchblutung
  • Harmonisierung der Organtätigkeit
  • Stärkung des Immunsystems


Anwendungsbereiche der Fußreflexzonenmassage

Es gibt kaum eine Krankheit, die sich dem regulierenden Einfluss der Fußreflexzonenmassage entziehen kann. Mit der Behandlung wird nicht gegen eine Störung gearbeitet sondern vorhandene Kräfte werden aktiviert.

Im seelisch-geistigen Bereich führt die Fußreflexzonentherapie zu mehr Entspannung, Ausgeglichenheit und Wohlbefinden - wichtige Voraussetzungen für einen Heilungsprozess.


Einsatz findet die Fußreflexzonenmassage gerne bei folgenden Gesundheitsproblemen (Indikationen)

  • akuten und chronischen Beschwerden am Bewegungsapparat
  • Beschwerden im Verdauungssystem
  • Funktionsstörungen im Atmungs- und Herzbereich
  • Belastungen und Erkrankungen im Urogenitaltrakt
  • psychosomatischen Störungen
  • Zyklusbeschwerden bei Frauen


Nicht angewendet wird die Fußreflexzonentherapie bei (Kontraindikationen)

  • akuten Entzündungen im Venen- und Lymphsystem
  • fieberhaften, infektiösen Erkrankungen
  • Erkrankungen, die operativ behandelt werden müssen
  • Erkrankungen, die den Fuß kut belasten (wie Ekzem oder Pilzbefall)
  • Gangrän
  • Psychosen
  • Risikoschwangerschaften

 

Geschichtliche Entwicklung der Fußreflexzonenmassage

Die Reflexzonenmassage wird schon sehr lange praktiziert. Altägyptische Zeichnungen aus dem Jahre 2300 v. Chr. zeigen Menschen die sich gegenseitig an Händen und Füssen behandeln. In China wurde die Reflexzonenbehandlung bereits vor 2500 Jahren von Dr. Wang-Li dokumentiert, der sie zusammen mit der Akupunktur einsetzte. Das Prinzip der Reflexzonen war auch den Inkas und den Indianerstämmen in Nordamerika bekannt.

Unser derzeitig praktiziertes Reflexzonensystem stammt aus dem 20. Jahrhundert und wurde durch den englischen Neurologen Sir Henry Head begründet. Head entdeckte Hautbereiche am Rücken, die bei Erkrankung eines inneren Organs, überempfindlich auf Druck reagierten.

Dr. William Fitzgerald, amerikanischer Arzt griff einerseits die Erkenntnisse von Head auf und ebenso übersetzte er überliefertes, indianisches Volkswissen in die medizinische Sprache. Fitzgerald entwickelte die „Zone Therapy““ (1913) und erstellte dafür eine vertikale Rastereinteilung des Körpers: 10 senkrechte Zonen vom Scheitel bis zu den Zehen verlaufend.

In jahrelangen Beobachtungen stellte er fest, dass gezielter Druck auf bestimmte Fußpunkte die Vorgänge im Körper normalisieren kann , unabhängig wie weit die Störung vom Druckpunkt entfernt war.

Die eigentliche Fußreflexzonen Massage, bei der die Fußsohle, der Fußrücken und die Zehen behandelt werden, wurde von der Masseurin Eunice Ingham entwickelt. Ingham übertrug Fitzgeralds Zonen auf die Fußsohlen und entschlüsselte Areale am Fuß als Bezugszonen zu den Körperorganen. Sie entwickelte so eine Art anatomische Landkarte des ganzen Körpers am Fuß. Sie schrieb darüber Bücher und verbrachte mehr als 40 Jahre mit der Erarbeitung der Fußreflexzonentherapie.

Ende der 60er-Jahre kam Hanne Marquardt, Krankenschwester und Heilmasseurin aus Deutschland, mit einem Buch von Eunice Ingham in Verbindung. Sie arbeitete viel nach Inghams Methode und erkannte, dass der Fuß eine Art zentrale Schaltstelle war, von der aus Fernwirkungen im ganzen menschlichen Körper auslöst werden konnten. Marquardt ergänzte die vertikalen Zonen von Fitzgerald durch vier horizontale Zonen. Sie systematisierte die Fußreflexzonentherapie und brachte sie damit auch medizinischen Fachkreisen nahe. Sie erarbeitete ein praxisbezogenes Unterrichtsmodell und gründete 1970 die Schule Hanne Marquardt.


Leitgedanken der Fußreflexzonenmassage – einer ganzheitlichen Therapie und Diagnosemethode

  • Wir behandeln nicht die Krankheit, wir behandeln den kranken Menschen.
  • Die Fußreflexzonenmassage kann keine schulmedizinische Behandlung ersetzen aber andere Therapie- und Diagnoseverfahren sinnvoll ergänzen.
  • Das Wesen der Fußreflexzonenmassage besteht im Lösen von Blockaden, Abbau von Spannungszuständen und das Aktivieren von körpereigenen Energien und Selbstheilungskräften.